21I05 bis 19I06I22   AUSFLÜGE 22   CDFI der Universität Greifswald

„Ausflüge“, dieses seit Kindertagen vertraute Wort erobert sich in der gegenwärtigen Zeit der Schranken und Grenzen erneut den  Zauber der Möglichkeit, der Offenheit und Freiheit.

Für die jungen Künstlerinnen und Künstler ist somit der Ausflug von Greifswald nach Loitz denn auch mehr als nur ein temporärer Ortswechsel in der näheren Umgebung. Er weitet den künstlerischen Raum der institutionellen Ateliers in den diskursiven Begegnungsraum einer freien Laufbahn – für dieses Mal eine Probe aufs Exempel!

 

Magdalena Jordán

Frauen im öffentlichen Raum

 

Seit einigen Jahren beschäftige ich mich mit einer Übung: die Übertragung von Eigenschaften der Sprache unterschiedlicher Medien des Bildes im Bereich der Malerei. Für meine Arbeit benutze ich unterschiedliche Quellen: Video-Stills von Nachrichten, Dokumentations-Filme als auch eigene Fotos, Videoaufnahmen und Fotomontagen.

 Ich versuche mit meinen Bilder, ungewöhnliche Ereignisse in dem öffentlichen Raum sowie die Aneignung - durch die Graffitis und die Demonstrationen - des öffentlichen Raumes, darzustellen. Ich möchte der Malerei den Anspruch geben, über ein Ereignis berichten zu können und damit denselben Anspruch, den das Fernsehen, die Nachrichten, die Fotografie und Dokumentationsfilme haben.

 

Ulrich Schneider

Zwischen Prozess und Zufall

Mich interessiert künstlerisches Arbeiten, das aus zufälligen, intuitiven und prozessgesteuerten Vorgehensweisen zum Bild findet. Zufälle und Eigenschaften des verwendeten Materials, wie Papierstruktur oder Farbkonsistenz, nutze ich als Wegweiser zur Bildfindung. Über den Umgang mit Farbmaterial, Malerei auf verschiedenen Oberflächen, das Verschmieren, Abkratzen, Übermalen und Wegnehmen von Farbe bin ich in der Zeichnung zur Verwendung von Kohle gekommen. Das Verreiben und Verschmieren des Kohlenstaubs ermöglicht eine prozessverhaftete, intuitive Bildfindung. Zur Fixierung der Kohlezeichnungen wollte ich keine herkömmlichen umweltschädlichen Fixiermittel verwenden. Deswegen entstanden diese Arbeiten auf den Rückseiten von grundierten Strukturtapeten. Die Struktur der Tapetenrückseiten regt außerdem ein intuitives materialbeeinflusstes Bilderfinden an.

 

Niklas Washausen 

In seiner künstlerichen Arbeit widmet sich Niklas Washausen Wahrnehmungs-und Umgangsweisen in digitalen und medialen Räumen, die er semantisch, performativ und linguistisch untersucht und diese Recherche in Form von Video-, Foto- aber auch installativen Arbeiten wiedergibt. 
Im stetigen Austausch mit seinen eigenen Erfahrungswerten und Erlebenswelten arbeitet er mit humorvollen Untertönen

und Existenzfragen in der kontemporären westlichen Welt. Andere Arbeiten beschäftigen sich mit unbewussten Strukturen, alltäglichen Situationen, dem künstlerischen Umgang mit Fehlern (Forschungsthema) und dem „trash“.