Flugblätter 19.08.2017                               Vernissage

The Netzing – so lautet der Name einer Ausstellung von Birgit Jensen (zusammen mit Jochen Saueracker). Immer wieder taucht das Motiv des Netzes, der Verzweigung und der Beziehung in den vielfältigen Arbeitsbereichen der Düsseldorfer Künstlerin auf, sei es Malerei, Siebdruck oder Kunst am Bau. In ihrem Projekt „Flugblätter“ wird das Netz zu einer künstlerisch-kommunikativen Dialogform, deren Fäden sich zwischen weltweit lokal und mental positionierten Künstler*innen spinnen. Ausgangspunkt ist die Frage Jensens an sie „wie sie zu der Welt stehen“ (Birgit Jensen) mit ihren aktuellen rasanten Veränderungen in den globalen gesellschaftlichen Abläufen, mit ihren Spannungen und Konflikten. Birgit Jensen hat im Zuge ihres Gastaufenthaltes in dem Kunstverein „Künstler Gut Loitz“ weit mehr als hundert befreundete Kolleginnen und Kollegen eingeladen, sich mit einer künstlerischen Arbeit und/oder einem Text diesen brennenden Fragen zuzuwenden und damit ihre jeweilige Intention zu dem Kontext von philosophischen, politischen, sozialen und ökologischen Faktoren in Beziehung zu setzen. Hundertdreißig von ihnen haben die Einladung angenommen und spannende Beiträge nach Loitz gesendet, die in der von Birgit Jensen kuratierten und als Installation von ihr präsentierten Ausstellung zu sehen sind.

Sommerfest und Finissage -Ausflüge 17


21.05.2017 Ausflüge/17                             Vernissage

Sarah Fischer /Zeichnung

 

Sarah Fischer interessieren in erster Linie Gegenstände, die ihren Alltag und ihre Umgebung bestimmen: Dinge, die sich ihr in den Weg stellen, an denen sie vorbeigeht, Sachen, die sie benutzt. Sie findet ihre äußere Form spannend, ihre Außenhaut, die sie der Umwelt gegenüber abschirmt und gleichzeitig mit ihr in Kontakt treten lässt. Zusammengesetzt und in Verbindung gebracht, baut die Künstlerin aus verschiedenen Einzelteilen Bilder, die die Dinge neu zuordnen und in Beziehung setzen. Die Verwischung der Grenze vom „Drinnen“ zum „Draußen“ und die Verbindung von technischen Objekten und Elementen der Natur zu surreal anmutenden Bildwelten bilden einen Schwerpunkt.

 

Florian Mehlis /Rauminstallation

Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit sind Skulptur/ Rauminstallation sowie die analoge schwarz/weiß-Fotografie. Den faszinierenden Aspekt der allseitigen Betrachtbarkeit einer Skulptur versucht Florian Mehlis vor allem mit dem Material Holz zu realisieren. An diesem interessiert ihn insbesondere seine organische, gewachsene Struktur, die jedes Stück individuell macht. Aus gefundenen Balken, Brettern, Scheiten lässt er neue Formen wachsen, neue Formationen entstehen. Wie die Bearbeitung von Holz hat auch die analoge Fotografie etwas handwerkliches, das ihn besonders reizt. Insbesondere ist es das schnelle Festhalten flüchtiger Augenblicke im Stile Henri Cartier-Bressons oder Martin Parrs, das ihn begeistert. Durch die Begrenztheit auf nur wenige Fotos pro Film ist in der analogen Fotografie jeder Schnappschuss doch immer auch wohlüberlegtes Handeln

Ulrich Fischer / Installation

Für seine Objekte und Installationen verwendet Ulrich Fischer oft organische Materialien, wie zum Beispiel Pflanzenteile, Wachs oder Papier.  Das Interesse gilt vor allem dem Prozess der Veränderung im zeitlichen und räumlichen Kontext. Veränderung wird als eine unendliche Abfolge von Stillständen gedacht und erforscht. Auch Fundstücke und Aufgehobenes dienen als Ausgangspunkte für das Arbeiten. 

Das Sammeln als eine Form der Zuwendung ist dabei methodische Grundlage für neu installierte Ordnungssysteme. In der Ausstellung werden zum Beispiel Arbeiten aus Wurzeln oder Fallobst gezeigt.